JOHANN-PETER-ECKERMANN-REALSCHULE

WINSEN (LUHE)

Jahresaktionen 2010

Schulbiotop

Die Idee unseren Schulteich, der zwischenzeitlich zu einem Tümpel verkommen war, wieder aufleben zu lassen, entstand bereits im Jahr 2008. Nach einer längeren Planungsphase im Frühjahr des Jahres 2008, fingen dann im Sommer die ersten Sanierungsarbeiten an. Mit Schaufeln und Schubkarren begannen die Schülerinnen und Schüler unter Leitung von Frau Türkmen-Sahan den Teich von Blättern, Ästen und Schlamm zu befreien. Nach einigen Wochen war es endlich geschafft: Die alte Teichfolie und das Flies waren frei gelegt und konnten nun entfernt werden. Das restliche Wasser wurde dann mit Hilfe von Herrn Stock, unserem Hausmeister, abgepumpt.
Damit war aber erst der erste Schritt zu einem neuen Schulteich getan. Mit Hilfe des Landkreises, der mit schwerem Gerät anrückte, wurde in einer zweiten Phase in dem Sommerferien des Jahres 2009 der "kleine Sträucherwald" um den Teich herum gerodet. Eine neue Teichfolie wurde ausgelegt und mit Kieselsteinen befüllt.
Nachdem sich die Folie einige Monate setzen konnte, füllten die Schüler den Teich mit Wasser und gestalteten noch vor dem Winter des Jahres 2009 den Teich mit Pflanzen wie Krebsschere, Tannenwedel und Sumpfdotterblume.
Durch die finanzielle Unterstützung des Schulfördervereins konnten dann nach den Sommerferien 2010, die Pflanzen für die Umrandung angeschafft und eingepflanzt werden.

 

Bau einer Kräuterspirale

Im Frühjahr 2012 kam der Umwelt-AG die Idee eine Kräuterspirale, als ein dreidimensionales Beet, zu bauen. Es ermöglicht auf kleinstem Raum Standortansprüchen von Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen gerecht zu werden.
Nachdem die Planungen abgeschlossen und die Steine angeliefert waren, begann das Schülerteam unter Leitung von Lehrerin Hülya Sahan die Kräuterspirale zu errichten. Dabei wurden zunächst drei von vier Zonen eingerichtet. Die Spirale kann mit einer Wasserzone, einem kleinen Miniteich, beginnen. Diese Zone wurde zunächst übersprungen, so dass das schuleigene Kräuterbeet mit der humusreichen Feuchtzone, angereichert mit Komposterde, beginnt. Hier wachsen nun Petersilie, Kerbel und Schnittlauch.
Als zweite Zone folgt die sogenannte Normalzone, halbschattig, trocken und somit idel für Zitronenmelisse geeignet. Als dritte und letzte Zone schließt sich die Mittelmeerzone an. Die trockene, mit Kalk untermischte Erde, durchzogen mit einer Drainage, die durch Bauschutt als Füllmaterial unterstützt wird, eignet sich besonders gut für den Anbau von Thymian und Salbei.
Aber nicht nur der Bau der Kräuterspirale war für die Schüler ein spannendes Erlebnis, sondern auch die Erkenntnis, dass man in der Natur Prinzipien erkennen kann, die einem zeigen, dass man mit und nicht gegen sie arbeiten sollte. So gehört die Kräuterspirale zu der Permakultur, dessen Begründer der Japaner Masanuba Fukuoka ist.

 

Bau einer Photovoltaikanlage

"Wir erzeugen hier nicht nur Strom, sondern schaffen ein Bewusstsein für erneuerbare Energien", stellte Landrat Joachim Bordt Anfang Mai 2012 zufrieden in unserer Schule fest. Anlass war die offizielle Einweihung der Photovoltaikanlage auf dem Schuldach.
363 Solarmodule sollen auf knapp 505 Quadratmetern jährlich etwa 63.700 Kilowattstunden Strom erzeugen (eine Strommenge mit der 18 Vier-Personen-Haushalte im Jahr versorgt werden können) und damit ca. 28 Tonnen CO2 einsparen.
125.000 Euro haben die Stadtwerke Winsen in das Projekt investiert und bei der Wahl unserer Schule beim Landkreis offene Türen eingerannt.
Damit auch die Schule von diesem Projekt profitiert, investierten die Stadtwerke 3.500 Euro. Ab Herbst 2012 wird eine schuleigene Wetterstation u. a. die Daten der Anlage auswerten und über die schuleigenen Computer für den Unterricht nutzbar machen. Dass Photovoltaik auch jetzt schon bei den Schülern in den Köpfen eine Rolle spielt, dafür sorgt seit geraumer Zeit das Profil Technik unter Leitung des Fachbereichsleiters Herrn Gallus:
Hier wird eifrig getüftelt und gebastelt und alles im Sinne einer umweltfreundlichen Energienutzung.