JOHANN-PETER-ECKERMANN-REALSCHULE

WINSEN (LUHE)

Soyez les bienvenus!

Vous, qui avez déjà participé à l'échange entre notre Johann-Peter-Eckermann-Realschule à Winsen (Luhe) et votre Collège "Le Moucherotte" à Le Pont de Claix.

Nous envoyons également nos salutations à tous les professeurs et les élèves du collège.

 

Unser Schüleraustausch seit über 40 Jahren!

 

Seit 1972 pflegt unsere Schule einen Schüleraustausch mit dem Collège "Le Moucherotte" in Le Pont de Claix (Frankreich). Die Ursprünge dieser Schulpartnerschaft liegen also inzwischen schon viele Jahre zurück.

Die ersten Kontakte zwischen Winsen (Luhe) - in Frankreich schreibt man auch Winsen Luhe oder Winsen sur Luhe - und Le Pont de Claix, so wird erzählt, entstanden 1965, als einige Mitglieder des Winsener Schwimmvereins in der südfranzösischen Stadt nach einem Missgeschick wohl eher unfreiwillig Station machten. Die damals so freundliche Aufnahme durch einige Bürger von Le Pont de Claix führte dann dazu, dass die Kontakte drei Jahre später durch eine Gruppe des Winsener Schwimmvereins sowie des Spielmannszuges des MTV Borstel-Sangenstedt wieder aufgefrischt wurden.

Die damalige Fachlehrerin für Französisch an unserer Schule, Frau Uta Seifert, knüpfte 1971 zu dem Collège in Le Pont de Claix Kontakte und brach 1972 erstmalig mit einer Schülergruppe in die kleine Stadt bei Grenoble auf. Auf französischer Seite trieb der damalige stellvertretende Schulleiter des Collège "Le Moucherotte", Paul Gay, den Austausch voran. Am 17.05.1974 wurde diese Schulpartnerschaft amtlich anerkannt.

Jene Jahre bildeten den Beginn einer höchst erfolgreichen Freundschaft zwischen zwei Schulen und vor allem zwischen vielen jungen Menschen beider Schulen.

Bis 1993 begegneten sich die Schüler im jährlichen Rhythmus. Seither findet der Austausch im Zweijahreswechsel statt. Bei der Terminfestlegung wird darauf geachtet, dass Besuch und Gegenbesuch zu einer Zeit innerhalb des Schuljahres stattfinden, in welcher der Lehr- und Lernbetrieb möglichst wenig gestört wird; denn die weite Reise erstreckt sich durchschnittlich über zwölf bis sechzehn Tage während der Unterrichtszeit.

Rechtzeitig vor Antritt der Fahrt stellen die leitenden Lehrkräfte gemeinsam mit Schülern und Eltern ein Programm auf, das den Schülern die kulturellen Eigenarten des Gastlandes näher bringen soll. Aus dem gleichen Grunde werden vor Ort auch möglichst viele Schüler der gastgebenden Schule in den Ablauf eingebunden.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Austauschprogramm ist, dass die ca. 20 bis 35 Schüler unserer Eckermannschule über hinreichende Französischkenntnisse verfügen, denn alle Austauschschüler wohnen in Gastfamilien. Diese Form der Unterbringung ist zwar kostengünstig, doch trotz zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch öffentliche Stellen, wie etwa durch die Stadt Winsen und das Deutsch-Französische Jugendwerk, müssen die Schüler einen Teil der Kosten selber tragen.

Von unserer Seite nehmen zumeist Schüler der 8. und 9. Klassen mit Französisch als zweiter und seitens des Collège Schüler der 5e-3e mit Deutsch als erster oder zweiter Fremdsprache teil. Seit der Einführung einer mündlichen und schriftlichen Leistungsüberprüfung, der heutigen Abschlussprüfung, in den Abschlussklassen im Jahre 2001 nehmen Schüler unserer 10. Klassen bedauerlicherweise von einer Beteiligung an dem Austausch Abstand.

Der Schüleraustausch trage die seit 1974 bestehende Partnerschaft zwischen Winsen (Luhe) und Le Pont de Claix wesentlich mit, schrieb der "Winsener Anzeiger" am 6./7. Februar 1999 anlässlich des fünfundzwanzigjährigen Jubiläums des Austausches und würdigte damit die herausragende Bedeutung des Schüleraustausches für die Städtepartnerschaft.

Wichtiger aber ist: Manche Freundschaften zwischen ehemaligen Schülern unserer Eckermannrealschule und dem französischen Collège halten, obwohl bereits vor vielen, vielen Jahren während der Schulzeit geknüpft, bis heute, da jene ferne Schulzeit (fast) vergessen ist. Was könnte eindrucksvoller zeigen, wie wichtig und sinnvoll dieser Schüleraustausch zwischen den beiden großen, einst so verfeindeten europäischen Nachbarvölkern ist, als solche dauerhaften Freundschaften? Denn genau das war das Ziel der beiden großen europäischen Staatsmänner Adenauer und de Gaulle, als sie im sog. Elysée-Vertrag am 22.1.1963 das Fundament für die Aussöhnung von Deutschen und Franzosen legten und das Deutsch-Französische Jugendwerk für den Jugendaustausch ins Leben riefen.