JOHANN-PETER-ECKERMANN-REALSCHULE

WINSEN (LUHE)

Studienfahrt der Klasse 10c nach Berlin 

 

 

Das Holocaust-Mahnmal

Am dritten Tag unserer Klassenfahrt besuchten wir das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das Holocaust-Mahnmal. Der Bundestag entschied, dieses Denkmal den Juden zu widmen. Damit soll den heutigen Juden und der restlichen Welt gezeigt werden, dass die Leiden und das Unrecht, welches dem jüdischen Volk angetan wurde, nicht vergessen wird. Der Gruppenleiter informierte uns über die Architektur, die Ermordung der Juden sowie über die Entstehung der Gedenkstätte. In den 90er Jahren gab es viele Unstimmigkeiten um ihre Entstehung. Nach einem Architektenwettbewerb wurde schließlich der Entwurf des Architekten Peter Eisenman ausgewählt und im Jahre 2005 fertiggestellt.

Das Mahnmal ist ein Stelenfeld, das auf einer Fläche von 19073 m² steht. Es beinhaltet 2711 Stelen aus speziell angefertigtem Beton, die bis zu 4,7 m hoch, 2,38 m lang, hohl, 0,95 m breit sind und mit Neigungen von 0,5° bis 2° stehen. Unterhalb des Stelenfeldes befindet sich ein Museum über die Judenverfolgung und Judenvernichtung im Dritten Reich.

Als wir die Gedenkstätte betraten, konnte man förmlich spüren, wie die Juden im Dritten Reich gelitten haben mussten. Man fühlte sich sehr verloren und unterdrückt zwischen den großen und mächtigen Betonklötzen. Das Museum vermittelt einen sehr guten Einblick in die Zeit des 2. Weltkrieges. Die grausamen Bilder haben uns ergriffen und gleichzeitig furchtbar schockiert. Durch die Bilder und die Geschichten einiger Einzelschicksale konnten wir uns in die damalige Zeit hineinversetzen.

 

 


 

Im Ägyptischen Museum

Am Mittwoch machten wir uns gleich nach dem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte auf den Weg zum Ägyptischen Museum. Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten befanden wir uns endlich in der Ausstellung, wo wir zunächst nur alte Skulpturen und Hieroglyphen sahen. Aber dann kamen wir zur Nofretete. Ihretwegen waren wir hier. Sie faszinierte uns alle. Leider war es so voll, dass wir nicht lange bleiben konnten. So gingen wir weiter und sahen noch einige Sarkophage und Mumien, ehe wir das Museum wieder verließen.

 

 


 

Unser Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises, Monika Griefahn, SPD

Am Montag, dem 27.03.06, waren wir mit Monika Griefahn verabredet, unserer in Buchholz (Krs. Harburg) wohnenden Wahlkreisabgeordneten der SPD im Bundestag. Auf unsere Fragen erfuhren wir, dass sie durch Gerhard Schröder (SPD) in die Politik gekommen sei. Dieser hatte sie gefragt, ob sie nicht seine Umweltministerin werden wolle, als er Ministerpräsident von Niedersachsen wurde. Damals war sie 1. Vorsitzende bei Green Peace und hoffte durch dieses Angebot schneller ihre Ziele zu erreichen. Deshalb sagte sie zu. Als wir Frau Griefahn fragten, wie ihre Kinder damit umgingen, dass sie selten zu Hause sei, meinte sie, ihre drei Kinder hätten es mit der Zeit gelernt, damit umzugehen.

 

 


 

Besuch im Verteidigungsministerium

Während unserer Klassenfahrt nach Berlin besuchten wir das dort ansässige Verteidigungsministerium. Bei unserem Besuch wurden uns die Grundfunktionen der Bundeswehr, ihr Nutzen für die Bevölkerung und ihre heutigen Aufgaben von einem sehr engagierten Jugendoffizier erklärt. Außerdem wurde uns erläutert, dass die Bekämpfung des Terrorismus eine der Hauptaufgaben der Bundeswehr geworden sei.

Der Vortrag war sehr modern und wurde locker vermittelt. Während der Pause wurden wir mit frischen Getränken versorgt. Am Ende des Vortrages, als krönenden Abschluss sozusagen, bekam jeder noch einen Gutschein für ein Fastfood-Restaurant.

Wer also ein wenig wissensdurstig ist und Fast-Food mag, ist beim Verteidigungsministerium an der richtigen Adresse.

 

 


 

BLUE MAN GROUP

Ausgedacht haben sich diese neuartige Show drei Freunde aus den USA: Matt Goldman (42), Phil Stanton (43) und Chris Wik (auch 42). Sie gründeten 1987 die "BLUE MAN GROUP", deren Show im Laufe der Jahre sehr berühmt wurde. Die drei blauen Männer sind vielen Menschen auch aus der Intel-Werbung bekannt. Sie haben ihre Truppe inzwischen in Amerika und Europa auf ca. 30 blaue Männer und 50 Musiker erweitert. In Berlin ist nun seit Frühling 2004 auch eine Show der "Blue Man Group" zu sehen. Mit 1.800 Sitzplätzen ist sie auch die größte!

Bevor es mit der eigentlichen Show losging, wurden erst einmal wir Zuschauer animiert. Es sollten Leute gegrüßt werden, was schon in sehr witziger Weise gemacht wurde. So wurde das Publikum schon mal aufgelockert und auf die witzige Show eingestimmt.. Danach wurde es dunkel und es ging so richtig los. Die drei blauen Männer in schwarzen Anzügen stehen auf der Bühne!!! In vielen kleinen Show-Teilen wurde Musik gemacht, entweder mit der Band oder mit den selbst gebastelten Instrumenten, eine Lasershow gezeigt oder auf lustige und auch ernsthafte Weise etwas über Musik, Animation und Kommunikation erzählt. Zwischendurch gehen die blauen Männer auch mal langsam durchs Publikum und gucken immer so verwirrt, als wären sie von einem anderen Planeten.

Wenn man diese drei blauen Männer der "Blue Man Group" nicht gesehen hat, dann hat man wirklich etwas verpasst.

Alexander Vater, Thomas Kuhl, Sascha van Dahl, André Campbell

 

 


 

Das Imax - ein unvergessliches Erlebnis

Einige Schüler unserer Klasse entschieden sich, während der Freizeit das 3-D-Kino "Imax" zu besuchen.

Die Architektur des riesigen Gebäudes hat eine futuristische Ausstrahlung, d. h. man fühlt sich manchmal wie in die Zukunft versetzt. Eine Glaswand trennt die Eingangshalle vom Flur, der an einer sehr hohen Rolltreppe endet, die zur Zuschauertribüne führt. Für die Vorstellung bekamen wir 3-D-Brillen. Der ganze Raum wirkte wie eine Kugel und die Leinwand nahm die größte Fläche der Kugel ein. Die Sitzplätze waren auf mehrere Etagen verteilt, die im Ganzen wie ein Wasserfall aussahen. Der Besucher hatte eine komplett freie Sicht, weshalb auch wahrscheinlich die Vorstellung noch eindrucksvoller wirkte. Man hatte das Gefühl, die Dinge berühren zu können. Als wir visuell Achterbahn fuhren, bekam man wie in der Realität einen Adrenalinschub.

Das Imax war wirklich ein unvergessliches Erlebnis.

Swetlana, Nathalie, Özge

 

 


 

Fazit

Allgemein war die Stimmung während unserer Klassenfahrt sehr gut. Unsere Klasse hat sich untereinander sehr gut verstanden. Es gab nur sehr kleine Streitereien. Bei Konflikten mit anderen Personen herrschte ein großer Zusammenhalt.

Unser politisches Interesse wurde bei dem Termin mit der Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises, Monika Griefahn, und im Verteidigungsministerium sehr deutlich; die Schüler unserer Klasse nahmen an den Gesprächen sehr aktiv teil. Das Musical "Blue-Man-Group" ist bei allen gut angekommen. Die Klasse war begeistert und würde dieses weiter empfehlen. Die dreistündige Stadtrundfahrt hat uns viele Sehenswürdigkeiten von Berlin gezeigt, doch nach einem langen Vorabend schliefen manche Mitschüler bedauerlicherweise übermüdet ein.

Das Holocaust-Mahnmal hat viele von uns beeindruckt.

Einige Schüler waren zwar mit ihren Zimmern und mit dem Essen nicht ganz zufrieden, doch im Großen und Ganzen war die Klassenfahrt nach Berlin ein voller Erfolg für die Schüler und auch für die Lehrer.

Svenja Katzmarek


 


 

Berliner Luft

Drei Tage waren wir - die Klasse 10c (2005/06) und die beiden begleitenden Lehrkräfte, Frau Ahrens und ich - in Berlin und konnten die berühmte Luft schnappen, die, wie es in dem Lied heißt, einen "holden" Duft hat. Diesen bekamen wir schon gleich bei der Ankunft zu spüren. Hatten wir Winsen bei nasskaltem Wetter verlassen, so empfing uns Berlin mit frühlingshaftem, warmem Nieselregen, der uns nicht störte und auch bald nachließ.

Das Programm für diese drei Tage war kompakt, aber dennoch ausgewogen zwischen Politik, Kultur und Freizeit.

Das politische Programm stand im Mittelpunkt unserer Fahrt. "Politik zum Anfassen" konnten wir wirklich im Bundestag erleben! Die Atmosphäre des Raumes und der überdimensionale Bundesadler an der Wand vermitteln ein Gefühl staatlicher Würde.

Die anschließende Diskussionsrunde mit der Direktkandidatin unseres Wahlkreises, der SPD-Abgeordneten Monika Griefahn, war interessant und wurde von beiden Seiten engagiert geführt.

Die Gespräche im Bundesverteidigungsministerium waren sehr informativ und aus den ursprünglich geplanten 90 Minuten wurden zwei Stunden, weil die Schülerinnen und Schüler so viele Fragen stellten. Ein Kapitänleutnant betreute uns hier.

Im Mittelpunkt der von mir geplanten kulturellen Veranstaltungen (alle anderen waren optional) stand der Besuch der Musik-Show "Blue Man Group". Mir fehlen die Worte, um diese einzigartige, audio-visuelle Show zu beschreiben!

Nachdenklichkeit und Betroffenheit empfanden wir alle bei der Führung durch die Gedenkstätte der ermordeten Juden Europas. Auch hier waren uns die Sachverhalte aus dem Unterricht bekannt. Dennoch kann im Klassenraum nicht das vermittelt werden, was wir dort an Einzelschicksalen zu hören, zu lesen und zu sehen bekamen.

Bei einer dreistündigen Stadtbesichtigungstour per Bus mit Führung konnten wir uns einen Überblick über die Größe Berlins mit seinen Sehenswürdigkeiten machen. Diese Tour bot sich aber auch für ein Nickerchen für allzu müde Schüler an.

Einen weiteren "Hauch" von Hauptstadt und Internationalität bekamen wir ebenfalls in der Jugendherberge ( JH "International" in der Kluckstraße) zu spüren. In der Woche unseres Aufenthalts wohnten dort junge Leute aus zwölf Ländern. Man traf sich im Foyer, im Speiseraum, im Billardzimmer oder in einer der gemütlichen Sitzecken (mit Fernseher).

Besonders hervorzuheben ist die zentrale Lage der Herberge. Viele bedeutsame Orte (Brandenburger Tor, Reichstag, Potsdamer Platz, Holocaust-Denkmal etc.) können zu Fuß erreicht werden.

Abschließend kann man sagen, es waren drei Tage, die es "in sich hatten" und auf jeden Fall Lust auf mehr Berlin machten.

 

S. Meier (Klassenlehrerin)